Was ist Propranolol?

Der Betablocker Propranolol kommt bei Bluthochdruck und Herzerkrankungen zum Einsatz. Doch auch ein Einsatz gegen Migräne und Situationsangst ist üblich. Reguliert werden dadurch Neurotransmitter wie Adrenalin.

propranolol
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    Autor:
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    Thomas Meiser

    Medizinjournalist aus Frankfurt

    Wie wirkt Propranolol?

    Betablocker heißen so, weil sie im Gehirn an den Betarezeptoren ansetzen. Natürliche Betablocker sind zum Beispiel die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin, die unter anderem die Herztätigkeit steuern. Sie führen zu beschleunigtem Herzschlag, Blutdruckanstieg und zur Erweiterung der Bronchien.

    Das hat die Natur intelligent eingerichtet, denn bei Gefahr muss ein Fluchttier unmittelbar zum Sprint ansetzen können und sollte bei einer Verletzung nicht gleich verbluten. Daher die Einengung der Arterien.

    In der Regel sind die Menschen aber heute keine Fluchttiere mehr. Aus diesem Grunde versucht Propranolol die Rezeptoren an ihrer nun überflüssigen Arbeit zu hindern. Folglich schlägt das Herz bei sinkendem Blutdruck wieder langsamer, auch bleiben die Bronchien enger gestellt.

    Sinn der Sache ist, dass die Botenstoffe eben nicht den Herzrhythmus beschleunigen und so den Sauerstoffverbrauch des Herzens erhöhen.

    Wie wird Propranolol dosiert?

    Propranolol wird üblicherweise als Tablette eingenommen, allerdings werden diese in unterschiedlichen Dosierungen angeboten. Wer zum Beispiel stationär im Krankenhaus aufgenommen wird, bekommt Propranolol zuweilen auch als Injektionslösung.

    Die Dosierung muss immer durch einen Arzt festgelegt werden. Er weiß, dass Betablocker grundsätzlich nicht abrupt abgesetzt werden dürfen, sondern nur sehr kontrolliert ausgeschlichen werden.

    Welche Nebenwirkungen hat Propranolol?

    Über folgende Nebenwirkungen ist im Zusammenhang mit der Einnahme von Propranolol berichtet worden:

    • Mundtrockenheit
    • Müdigkeit
    • Kopfschmerzen
    • Sehstörungen oder Schwindel
    • Magen-Darm-Beschwerden
    • Schlafstörungen

     

    Kontraindikation von Propranolol

    Wer unter Asthma bronchiale leidet, hat auf jeden Fall ein Problem mit einem Betablocker, der die Bronchien enger stellt. Gleiches gilt für Patienten mit Durchblutungsstörungen, für die eine Einengung der Arterien kontraproduktiv ist. 

    Weitere Kontraindikationen sind:

    In letzter Zeit wurden Diskussionen darüber geführt, ob Betablocker wie Propranolol Parkinson-Erkrankungen auslösen bezieungsweise befördern können. Die aktuellen Studien haben aber derartige Überlegungen nicht bestätigen können. 

    Gibt es Propranolol rezeptfrei?

    Eine fehlerhafte Dosierung kann gerade bei einem Betablocker wie Propranolol fatale Folgen haben. Aus diesem Grunde muss es ein zugelassener Arzt sein, der über die Art der Einnahme und die Dosierung des Medikaments entscheidet. Er muss seinen Patienten auch unbedingt beim späteren Ausschleichen des Mittels begleiten.