Was ist Almotriptan? einfach erklärt

Bei Almotriptan handelt es sich um einen Arzneistoff aus der Gruppe der Serotoninantagonisten mit gefäßverengender Wirkung, der bei akuter Migräne eingesetzt wird.

almotriptan
Übersicht
    Add a header to begin generating the table of contents
    Autor:
    thomas-meiser
    Thomas Meiser

    Medizinjournalist aus Frankfurt

    Wie wirkt Almotriptan?

    Im Körper tritt der Wirkstoff mit speziellen Bindungsstellen, den sogenannten 5HT-1- Rezeptoren, in Kontakt, wodurch eine Reaktion ausgelöst wird.

    Diese besteht darin, dass sich bei einer Migräne die erweiterten Blutgefäße zusammenziehen. So wird die Freisetzung bestimmter Botenstoffe, die Entzündungen und Schmerzen auslösen, gestoppt.

    Wichtig zu wissen ist für jeden, dass sich das kardiovaskuläre Risiko durch die Einnahme des Wirkstoffs Almotriptan nicht erhöht.

    Wie sehen die Erfahrungen mit Almotriptan aus?

    Migräne insbesondere bei Wetterumschwüngen lässt sich laut Erfahrungsberichten mit dem Medikament Almotriptan sehr gut behandeln.

    Die Verträglichkeit wird allgemein von den Patienten mit gut bis sehr gut angegeben. Auch das Preis- Leistungsverhältnis wird als sehr gut bezeichnet.

    Viele Patienten berichten dass nach ca. 30-40 Minuten der Migräne-Schmerz abgeklungen ist. Die Erfahrungen mit Almotriptan scheinen insgesamt sehr gut auszufallen.

    Dosierung & Anwendung

    1 Tablette (Einzeldosis) zu Beginn des Anfalls. Eine zweite darf frühestens nach 2 Stunden verabreicht werden, falls die Symptome wieder auftreten.

    Die maximale Dosis pro Tag beträgt somit 2 Tabletten pro Tag. Ist es doch einmal zu einer Überdosierung gekommen, kann es zu Erbrechen, Übelkeit, Müdigkeit und Schwindel kommen.

    Erhöhte Vorsicht gilt bezüglich einer gewissenhaften Dosierung auch gegenüber älteren Menschen sowie auch in Bezug auf Säuglinge und Kleinkinder. Die ärztliche Dosierung hat immer Vorrang vor der Dosierungsempfehlung.

    Was ist in einer Tablette enthalten?

    Eine Filmtablette enthält 17,5 mg des Wirkstoffs Almotriptan malat = 12,5 mg Almotriptan pro einer Tablette.

    Darüber hinaus sind mikrokristalline Cellulose und Mannitol sowie Carboxymethylstärke, Natrium Typ A, Povidon K29-32 sowie Natriumstearylfumarat enthalten.

    Zu den weiteren Bestandteilen gehören Hypromellose, Titandioxid, Macrogol 400 und Carnaubawachs.

    Welche Nebenwirkungen hat Almotriptan?

    Unerwünschte Wirkungen sind auch bei diesem Serotoninantagonisten gelistet.

    Folgende Nebenwirkungen von Almotriptan sind zu beachten und sollten dem Patienten/der Patientin bekannt sein. Die aufgeführten Nebenwirkungen berücksichtigen nur jene, die bei mindestens 1.000 Patienten auftraten.

    Im Bereich der allgemeinen Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit bzw. Müdigkeit und eine allgemeine Schwäche zu nennen. 

    Zu den Magen-Darm-Beschwerden gehören Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle.

    Missempfindungen können sich durch Kribbeln oder ein Schwere-, Druck- und Engegefühl insbesondere im Halsbereich bemerkbar machen.

    Auch ein Tinnitus (Ohrgeräusche) und Herzklopfen, Brustschmerzen sowie Muskelschmerzen sind im Bereich der Nebenwirkungen bekannt.

    Wichtig: Wird im Verlauf der Einnahme von Almotripan eine Befindlichkeitsstörung oder eine andere Veränderung beobachtet, sollte sofort der verschreibende Arzt konsultiert werden.

    Gegenanzeigen von Almotriptan

    Auch bezüglich Almotriptan sind unter Umständen zurückliegende, chronische und akute Erkrankungen oder individuelle Umstände zu berücksichtigen, die gegen eine Verschreibung/Einnahme sprechen.

    Folgende Faktoren sprechen gegen eine Verschreibung/Einnahme von Almotriptan:
    • eine Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
    • Koronare Herzerkrankungen wie beispielsweise eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels
    • ein Angina pectoris
    • eine Prinzmetal-Angina (spezielle Form einer Angina pectoris)
    • ein vorgeschichtlicher Herzinfarkt
    • vorgeschichtliche oder akute Durchblutungsstörungen in der Hirnregion (transitorische ischämische Attacke)
    • vorgeschichtlicher oder akuter Schlaganfall
    • spezielle Migräneformen ohne Kopfschmerzen
    • Basilaris-Migräne (Migräne mit starkem Schwindel, Seh- und Sprachstörungen)
    • familiäre hemiplegische Migräneformen (lange Auraphase mit evtl. halbseitiger Lähmung)
    • ophthalmologische Migräneformen (Störung der Augenmuskulator)
      periphere Durchblutungsstörungen in zum Beispiel den Armen und Beinen

    Sind Bluthochdruck, eine eingeschränkte Nieren- und/oder Leberfunktion bekannt, sollte mit dem Arzt gesprochen werden, bevor er Almotriptan verschreibt. Die Gefahr einer Gefäßverengung am Herzen besteht beim Rauchen und während einer Nikotinersatztherapie.

    Bei Frauen in den Wechseljahren und bei Männern älter als 40 gehört auch Übergewicht in den Bereich der Gegenanzeigen. Das Gleiche gilt für Diabetes Mellitus in diesen beiden Patientengruppen.

    Personen unter 18 Jahren dürfen das Medikament nicht einnehmen. Das Gleiche gilt in der Regel für Menschen über 65. Während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit darf Almotriptan nicht ohne ärztliche Rücksprache eingenommen werden. Wird Almotriptan trotz einer Gegenanzeige verschrieben, überwiegt fast immer der therapeutische Nutzen.

    Gibt es Wechselwirkungen?

    Werden mehrere Medikamente eingenommen, muss den Wechselwirkungen große Aufmerksamkeit zuteilwerden. Damit der verschreibende Arzt das Risiko der Wechselwirkungen im individuellen Fall korrekt abschätzen kann, muss er vom Patienten alle Angaben zur Einnahme weiterer Medikamente erhalten.

    Was gilt es bezüglich der Wirk- und Hilfsstoffe bei Allergien sowie bei Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln zu beachten?

    Online Diagnose

    Preise ab:*

    60
    • Online Rezept
    • Expressversand
    • Deutsches Medikament
    *Nur nach erfolgreicher Online Diagnose.