Ist Fruchtzucker gefährlicher als Traubenzucker?

Sowohl Glukose als auch Fruktose sind Einfachzucker (sogenannte Monosacharide), die in vielen Lebensmitteln vorkommen. Dabei ist Glukose grundsätzlich mit Traubenzucker gleichzusetzen, wohingegen sich hinter dem Begriff Fruktose Fruchtzucker versteckt.

Fruchtzucker galt lange Zeit als deutlich gesünder als Traubenzucker, da er schließlich in natürlichem Obst und Gemüse vorkommt. Nun ist es jedoch so, dass Fruchtzucker deutliche Nachteile aufweist, wenn es um die Verstoffwechselung geht. Manche Experten sprechen sogar davon, dass die Leber durch Fruchtzucker ähnlich stark wie bei dem Genuss von Alkohol belastet wird.

Wie gefährlich ist Fruchtzucker wirklich? Sollte man nun jegliches Obst und Gemüse meiden? Die Antwort ist ein eindeutiges „Nein„. Dennoch sollte man sich den folgenden Artikel zu Gemüte führen, wenn man sich für die Hintergründe interessiert.

Der Unterschied zwischen Fruchtzucker und Traubenzucker

Fruktose galt lange Zeit als der gesündere Zucker, da er den Insulinspiegel nach der Nahrungsaufnahme nicht in die Höhe schießen lässt – Traubenzucker hingegen schon. Aus diesem Grund wird bei Diäten oft von Glukose abgeraten, da der Insulinspiegel beim Konsum Achterbahn fährt. Diese Achterbahnfährt führt im Endeffekt zu Heißhunger und zu Fressattacken. Bei Fruktose ist dieser Umstand nicht gegeben.

Des Weiteren ist Fruchtzucker gut und gerne 2,5 mal süßer als Traubenzucker. Man benötigt also weniger Fruchtzucker für den gleichen Effekt. Das ist vor allem für die Lebensmittelindustrie interessant, da so Millionen von Euro eingespart werden können. Dies ist übrigens auch ein Grund, wieso Lebensmittel überhaupt so viel Fruchtzucker enthalten.

Körper kommt nicht mit Fruchtzucker zurecht

Es gibt beim massenhaften Konsum von Obst und Gemüse ein Problem: Der Darm wird überbelastet. Das passiert, weil viele im Darm ansässige Bakterien Fruktose lieben. Sie zehren davon und produzieren so zahlreiche Gase. Der Mensch bekommt Bauchschmerzen und einen Blähbauch.

Des Weiteren kann Fruchtzucker zu einer Fettleber führen – ähnlich wie man es von Alkoholikern kennt. Der Grund dafür ist der, dass der Körper Fruktose nicht so effektiv wie Glukose verstoffwechseln kann. Die Folge: Fruktose wird in der Leber zu Fett umgewandelt, welches sich gerne direkt an die Leber anlagert.

Jedoch: Die Menge macht das Gift

Wir möchten mit diesem Artikel lediglich auf die mögliche Gefahr von Fruktose hinweisen. Wer täglich Obst und Gemüse in normalen Portionen zu sich nimmt, wird keine Nachteile durch Fruchtzucker erfahren. Jedoch sollte man sich nicht ausschließlich von Obst ernähren. Des Weiteren sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass viele Fertigprodukte große Mengen an Fruktose enthalten – aus den zu Beginn genannten Gründen der Kostenreduktion.

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