Scheidenpilz

Scheidenpilz ist eine Erkrankung, die deutlich häufiger auftritt, als es viele Frauen vielleicht annehmen. Rein statistisch betrachtet sind rund 75 Prozent aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben von dieser Erkrankung betroffen. Dennoch weigern sich viele betroffene Frauen aus Scham, mit Ihrem Arzt über dieses medizinische Problem zu sprechen.

Dabei ist die Behandlung relativ einfach und die oftmals unangenehmen Symptome lassen sich in aller Regel schnell und effektiv beseitigen. Ausgelöst wird Scheidenpilz übrigens oftmals durch sogenannte Candida Pilze.

Aktuell ist kein Medikament gegen Scheidenpilz verfügbar.

Bekannte, aber nicht verfügbare Medikamente:

Symptome von Scheidenpilz

scheidenpilzIn den meisten Fällen verursacht ein Scheidenpilz relativ unangenehme Symptome, wie zum Beispiel Jucken oder Brennen, Hautirritationen im Bereich der Vagina oder auch einen unangenehmen Ausfluss. Dennoch ist es nicht unwahrscheinlich, dass Sie vor allen Dingen zu Beginn der Ansteckung keinerlei Symptome bemerken.

Erst nach einer deutlicheren Störung des Scheidenklimas kommt es dann in der Regel zu den genannten Symptomen. Ob Sie unter Scheidenpilz leiden oder nicht, kann heutzutage mit relativ hoher Sicherheit durch einen Abstrich festgestellt werden.

Ursachen von Scheidenpilz

Die wesentliche Ursache für die Erkrankung, die in mehr als 80 Prozent aller Fälle der Auslöser für den Scheidenpilz ist, sind die Pilze aus der Candida-Gruppe. Die eigentliche Ursache der Erkrankung ist ein starkes Vermehren dieser Pilze, sodass es im Bereich der Vagina und deren Flora zu einem Ungleichgewicht kommt.

Zwar ist der Pilz bei den meisten Frauen ohnehin bereits vorhanden, doch wird durch die starke Vermehrung nicht selten eine Infektion ausgelöst, wodurch sich der Pilz immer weiter ausbreiten kann. Darüber hinaus gibt es einige Faktoren, die die weitere Ausbreitung begünstigen. Dazu gehört beispielsweise eine durchgeführte Chemotherapie, die Nutzung von Antibiotika, aber auch besonders aggressive Duschgels können dazu beitragen, dass sich die Vermehrung der Pilze beschleunigt.

Ungeschützter Geschlechtsverkehr kann ebenfalls eine Ursache sein, denn nicht selten wird der Scheidenpilz dadurch übertragen. Die Pilze lauern darüber hinaus ebenfalls in Schwimmbädern, Saunen oder auch im Bereich von Solarien, da das feuchte und warme Klima, welches an diesen Orten herrscht, den Pilzen optimale Lebensbedingungen ermöglicht.

Verhalten bei Scheidenpilz

Aufgrund der modernen Medizin und der vielen Medikamente, die heutzutage zur Verfügung stehen, ist die Behandlung des Scheidenpilzes relativ unkompliziert und ohne größere Probleme möglich.

Es gibt im Wesentlichen zwei verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, nämlich zum einen mit Tabletten und zum anderen mit bestimmten Salben. Verschreibungspflichtige Medikamente sind insbesondere dann empfehlenswert, falls die Infektion bereits stärker ausgeprägt ist.

Um den Scheidenpilz effektiv behandeln zu können, besuchen Sie bitte Ihren Arzt.

Behandlung von Scheidenpilz

Sie können durchaus etwas unternehmen, um zum Behandlungserfolg beizutragen. Während der Behandlung des Scheidenpilzes ist es ratsam, sowohl auf Seifen als auch auf Duschgels zu verzichten, die eine Reizung des Intimbereiches verursachen könnten. Darüber hinaus empfehlen Experten, während der Behandlungsdauer Unterwäsche aus Baumwolle zu tragen.

Ferner ist es sinnvoll, dass Sie während der Behandlung Reinigungsprodukte anwenden, die ganz speziell für den Intimbereich gedacht sind und daher einen pH-Wert haben, der dem pH-Wert angepasst ist, der auch in der Vagina vorherrscht. Auch eine gesunde Ernährung kann helfen, die Behandlung des Scheidenpilzes zu unterstützen.

Denn dadurch wird das Immunsystem gestärkt, sodass die vorhandene Infektion noch besser bekämpft werden kann und vor allem zukünftige Infektionen nicht selten verhindert werden können.