E-Zigaretten: Gibt es einen gesundheitlichen Nutzen?

E-Zigaretten werden von den Medien in regelmäßigen Abständen abwechselnd gelobt und verteufelt. Am einen Tag gelten sie als die ultimative Behandlungsalternative bei der Rauchentwöhnung, am anderen Tag sind sie für die Gesundheit gefährlicher als „richtige“ Zigaretten.

Vor Kurzem haben britische Forscher von sich reden machen, indem sie einen 200-seitigen Bericht über die Vorteile von E-Zigaretten veröffentlicht haben. Sie möchten damit beweisen, dass die gesundheitlichen Schäden in der Gesellschaft durch Zigaretten mithilfe von E-Zigaretten gemindert werden können.

Erstellt wurde der Bericht vom Royal College of Physicians in London – veröffentlicht wurde er in der renommierten Fachzeitschrift British Medical Journal.

Die Stellung der E-Zigarette in Großbritannien

In Großbritannien gibt es aktuell rund 9 Millionen Raucher, wobei 2,6 Millionen Menschen zur E-Zigarette greifen. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um aktive oder um ehemalige Raucher, sodass das Gegenargument entkräftet werden kann, dass E-Zigaretten als Einstiegsdroge fungieren und Nichtraucher zur Zigarette verleiten.

Des Weiteren sollte nicht unerwähnt bleiben, dass E-Zigaretten heutzutage genauso viel Nikotin enthalten können wie klassische Zigaretten. In der Vergangenheit haben sich viele Raucher beklagt, dass E-Zigaretten niemals als Alternative zu richtigen Zigaretten verwendet werden könnten, da diese in ihrer Wirkung viel zu schwach seien. Die Nikotinsucht würde nicht befriedigt werden.

Die Gefahren beim Konsum der klassischen Zigarette

Die süchtig machende Zigarette wurde im Laufe der letzten Jahrzehnte hinsichtlich ihrer Wirkweise und ihrem Suchtpotential perfektioniert. Mittlerweile enthält sie Tausende von Inhaltsstoffen, die allesamt den Geschmack verbessern und nur ein Ziel verfolgen: Die Sucht beim Konsumenten auszulösen und ihn dauerhaft an den Glimmstängel zu binden.

Die große Gefahr: Bei der Verbrennung während des Rauchens entstehen zahlreiche Substanzen, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können. Angeführt wird diese Liste von Teer, dicht gefolgt von Karzinogenen und Kohlenmonoxid. Diese Stoffe wirken sich auf so gut wie alle Bereiche des Organismus negativ aus, weshalb chronische Raucher ihr Leben um einige Jahre verkürzen.

Das Nikotin selbst macht den Konsumenten übrigens „nur“ süchtig – es schadet dem Körper kaum. Der langsame Tod durch Zigaretten erfolgt erst durch den enthaltenen Teer und die anderen eben erwähnten Substanzen. Und genau das ist der Knackpunkt, weshalb E-Zigaretten die negativen gesundheitlichen Auswirkungen in der Gesellschaft mindern sollen.

Die gesundheitlichen Vorteile der E-Zigarette

Die E-Zigarette enthält im Gegensatz zur klassischen Zigarette lediglich die Substanzen Nikotin, Propylenglykol und Glycerin. Es kommt gar nicht erst zur Verbrennung, sondern lediglich zur Verdampfung, weshalb keine gefährlichen weiteren Substanzen entstehen.

Sprich: Die E-Zigarette befriedigt die Sucht des Konsumenten, wirkt sich allerdings nicht weiter negativ auf dessen Gesundheit aus. Die britischen Forscher sprechen davon, dass eine E-Zigarette im Vergleich zur klassischen Zigarette lediglich einen Schaden von maximal 5 Prozent anrichtet.

Die Schattenseiten der E-Zigarette

Viele Experten befürchten, dass E-Zigaretten als Einstiegsdroge fungieren könnten, da sie – insbesondere jüngere Leute – durch geschmackvolle Aromen und ohne süchtig machendes Nikotin anlocke. Der Schritt zur richtigen Zigarette wäre in einem solchen Fall – laut Experten – nur noch eine Frage der Zeit. Ein Verfechter dieser Theorie ist beispielsweise das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ).

Des Weiteren ist noch nicht abschließend geklärt, ob der Nikotindampf der E-Zigarette tatsächlich auf Dauer ungefährlich für die Gesundheit ist. An dieser Stelle bedarf es weiterer Studien, die diese Frage endgültig klären.

Ebenfalls nicht bewiesen ist die tatsächliche Funktion der E-Zigarette bei der Rauchentwöhnung. Die bisherigen Ergebnisse bezeugen zwar augenscheinlich, dass die E-Zigarette bei der Rauchentwöhnung helfe, endgültige Beweise gibt es dafür allerdings noch nicht.

Unsere Meinung

Wir selbst haben zwar keine Studien über das Thema E-Zigaretten durchgeführt, dennoch muss man kein Mediziner sein, um zu erkennen, dass E-Zigaretten im Vergleich zu richtigen Zigaretten weniger schädlich sein müssen.

Zwar wurde diese Aussage noch nicht durch wissenschaftliche Studien untermauert, der gesunde Menschenverstand spricht allerdings für die Hypothese.

Wenn Sie weitere Informationen zum Thema Rauchentzug benötigen, dann finden Sie diese auf unserer Website.

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