Blutdrucksenker auch per Ferndiagnose

Blutdrucksenker per Ferndiagnose – welche Medikamentenarten gibt es?

Bluthochdruck ist nach wie vor einen der größten Volkskrankheiten, unter der in Deutschland über zehn Millionen Menschen leiden. Fachlich korrekt wird der Bluthochdruck auch als Hypertonie bezeichnet und ein Problem besteht darin, dass die Erkrankung oft Jahre oder sogar Jahrzehnte unentdeckt bleibt. Zudem gibt es zahlreiche Fälle, in denen für den Bluthochdruck keine genaue Ursache gefunden werden kann. Genauso vielfältig wie die möglichen Ursachen sind mittlerweile die Medikamentenarten, die im Bereich des Bluthochdrucks zum Einsatz kommen.

Glücklicherweise ist es mittlerweile nicht mehr notwendig, zur Behandlung des Bluthochdrucks jedes Mal einen Arzt aufsuchen, wenn man ein Medikament schon seit geraumer Zeit nutzt. Stattdessen gibt es Blutdrucksenker per Ferndiagnose, sodass ein Rezept online ausgestellt werden kann.

Wir möchten Sie im folgenden Beitrag gerne zum Thema Blutdrucksenker informieren und gehen unter anderem darauf ein, woran Sie Bluthochdruck erkennen können, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und welche Arten von Medikamenten bei Bluthochdruck generell zum Einsatz kommen können.

Welche Ursachen kann Bluthochdruck haben?

Zunächst einmal ist es beim Bluthochdruck ein großes Problem, dass dieser sich oftmals über Jahre oder sogar Jahrzehnten nicht bei den Patienten bemerkbar macht. Während wenige Menschen sogar schon einen um 20 Punkte erhöhten Blutdruckwert (im Vergleich zum gewöhnlichen Blutdruck) bemerken, fällt es zahlreichen Bürgern gar nicht auf, wenn sie beispielsweise einen Blutdruck von 150 oder 160 haben. Im Laufe der Zeit wird es jedoch immer schwerer, die eigentliche Ursache für den Bluthochdruck zu diagnostizierten, falls dieser beispielsweise schon 10 oder 20 Jahre besteht. Trotzdem gibt es einige Hauptursachen, die Mediziner anführen, wenn es darum geht, worauf der Bluthochdruck zurückzuführen ist, nämlich:

  • Übergewicht
  • Stress
  • Fettreiche Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • Wenig bzw. kein Sport
  • Probleme im Bereich der Halswirbelsäule

Zwar sind diese möglichen Ursachen für Bluthochdruck schon lange bekannt, aber dennoch gibt es nach wie vor einen relativ hohen Anteil der Hypertonie-Patienten, bei denen keine eindeutige Ursache für den Bluthochdruck festgestellt werden kann.

Welche Symptome treten bei Bluthochdruck auf?

Ein weiteres Problem beim Bluthochdruck ist nicht nur, dass dieser oft über Jahre und Jahrzehnte unerkannt bleibt, sondern damit zusammenhängend, dass die Symptome oft entweder komplett fehlen oder unspezifisch sind. Zu den möglichen Symptomen, die vom Bluthochdruck verursacht werden können, gehören insbesondere:

  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Ohrensausen
  • Nervosität
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Übelkeit
  • Kurzatmigkeit

Bei den Kopfschmerzen als sehr unspezifisches Symptom gibt es zumindest die Erkenntnis, dass diese insbesondere im Bereich des Hinterkopfes auftreten und in erster Linie kurze Zeit nach dem Aufwachen vorkommen. Ein sicheres Symptom ist dies allerdings auch nicht, was ebenfalls für die meisten der zuvor genannten möglichen Symptome bei Bluthochdruck gilt. Besonders gefürchtet ist nicht einmal der Bluthochdruck selbst, sondern mögliche Folgeerkrankungen. Diese treten insbesondere überverhältnismäßig häufig dann auf, wenn der Bluthochdruck schon viele Jahre besteht, nämlich:

  • Herzschmerzen (Angina Pectoris)
  • Schmerzen im Bein
  • Abnehmende Sehschärfe
  • Wassereinlagerungen
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall

Wie kann Bluthochdruck behandelt werden?

Bevor Sie Blutdrucksenker per Ferndiagnose in Betracht ziehen, sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren. Diese empfiehlt Ihnen nicht nur die besten Behandlungsmethoden, sondern hat in zahlreichen Fällen auch die Chance, die eigentliche Ursache des Bluthochdrucks zu diagnostizierten. Dies wäre natürlich ideal, denn dann könnten Sie versuchen, diese Ursache auszuschalten und vielleicht sogar wieder ohne Medikamente nor

bluthochdruck
© VILevi / Fotolia

male Blutdruckwerte erreichen.

Sollte dies nicht möglich sein, stehen heutzutage diverse wirksame Arzneimittel zur Verfügung, die sich in verschiedenen Medikamentenarten und Medikamentengruppen unterteilen lassen. Zu den Hauptwirkstoffen bzw. Medikamentengruppen, die im Bereich der Arzneimittel gegen Bluthochdruck zum Einsatz kommen, zählen insbesondere:

  • ACE-Hemmer
  • Sartane
  • Betablocker
  • Diuretika

Mit diesen Medikamentenarten möchten wir uns im Folgenden etwas näher beschäftigen, denn je nach Ursache kann das eine oder andere Arzneimittel die beste Lösung sein. Dies können Sie anschließend natürlich auch berücksichtigen, wenn Sie Blutdrucksenker per Ferndiagnose nutzen möchten, weil Sie vielleicht schon ein bestimmtes den Blutdruck senkendes Medikament seit geraumer Zeit nehmen und nicht jedes Mal ihren Arzt aufsuchen möchten, um dieses verschrieben zu bekommen.

Verfügbare Medikamente gegen Bluthochdruck:

ACE-Hemmer: Wirken auf die Elastizität der Blutgefäße

ACE-Hemmer wirken auf einem Hormon. Dieses Hormon wirkt sich auf die Elastizität der Blutgefäße aus und ein zu hohes Maß davon hat die Eigenschaft, die Blutbahn zu verengen. Dadurch wiederum muss das Herz mehr pumpen und der Blutdruck wird erhöht. Eine Art Gegenpart des Hormons Angiotensin II sind darum die sogenannten ACE-Hemmer als Medikamentengruppe. Diese wirken so, dass sie die Produktion des Hormons und somit den Gehalt im Körper reduzieren, wodurch der Blutdruck in aller Regel auf normale Werte absinkt. Insbesondere bei Herzschwäche kommen diese Arzneimittelgruppen zum Einsatz.

Sartane: ähnlich wie ACE-Hemmer

Von der Wirkungsweise her haben die sogenannten Sartane große Gemeinsamkeiten mit den zuvor beschriebenen ACE-Hemmern. Allerdings wirken sie nicht, indem sie die Menge an Angiotensin II reduzieren, sondern stattdessen findet eine Neutralisierung der Hormone statt, die sich bereits im Blut befinden. Ein positiver Nebeneffekt besteht bei Sartane insbesondere darin, dass trockener Reizhusten häufig nicht mehr auftritt, der ansonsten eine oftmals auftretende Nebenwirkung von den Blutdruck senkenden Medikamenten ist. In aller Regel kommen Sartane immer dann zum Einsatz, wenn der Patient ACE-Hemmer aus bestimmten Gründen nicht verträgt.

Betablocker: direkter Einfluss auf den Puls

Einen etwas anderen Ansatz als ACE-Hemmer und Sartane haben die sogenannten Betablocker. Dazu muss man wissen, dass das vegetative Nervensystem zu einem Großteil dafür verantwortlich ist, in welcher Frequenz unser Herz schlägt. Da das vegetative Nervensystem in großem Umfang von einer Weiterleitung der Reize abhängig ist, die an den Betarezeptoren stattfinden, kommen die Betablocker gezielt an dieser Stelle zum Einsatz. Die Betablocker führen nämlich dazu, dass die Andockstellen in gewissem Umfang belegt werden, sodass das Potenzial an Reizen vermindert wird. In der Folge kann dies dazu führen, dass ein zu hoher Blutdruck wieder auf ein normales Maß reduziert werden kann. Wichtig ist allerdings, dass die im Allgemeinen gut verträglichen Betablocker langsam und mit Bedacht von der Dosis her eingestellt werden, was mitunter einen Zeitraum von mehreren Monaten in Anspruch nehmen kann.

Diuretika: Ein zu hohes Blutvolumen bekämpfen

Eine noch etwas andere Wirkungsweise hat eine Medikamentengruppe, die ebenfalls dazu geeignet sind, eine Reduzierung des Blutdrucks zu bewirken, nämlich die sogenannten die Diuretika. Diese basieren auf der Annahme, dass ein übermäßig hohes Blutvolumen dazu führt, dass das Herz übermäßig beansprucht wird und dementsprechend auch Bluthochdruck generiert wird. Als Hauptursachen eines zu hohen Blutvolumens gelten insbesondere Wassereinlagerungen (aufgrund einer Herzschwäche und zu viel Flüssigkeitsaufnahme im Zusammenspiel mit salziger Nahrung.

Bei den Diuretika Medikamenten ist es nun so, dass diese insbesondere die Aufgabe haben, überschüssige Flüssigkeit schnell abzuführen, also den Körpern zu entwässern. Eine Folge davon ist, dass das Herz mit weniger Kraft schlagen muss, was wiederum zu einer Entspannung der Blutgefäße und einer Verringerung des Blutdrucks führt. Es gibt allerdings durchaus einige Bedenken gegen die Gabe dieser Medikamente, denn als unerwünschte Nebenwirkung gilt insbesondere eine Verringerung des Magnesium- und Kaliumspiegels im Blut. Daher ist es wichtig, dass Sie diese Blutdrucksenker per Ferndiagnose nicht bestellen, wenn Sie zuvor nicht mit Ihrem Arzt abgeklärt haben, dass diese Art der Blutdrucksenker grundsätzlich für Sie infrage kommt.

Fazit zu Blutdrucksenkern per Ferndiagnose

Bluthochdruck ist eine der größten Volksleiden und nicht immer kann die Ursache ermittelt werden. Unabhängig davon stehen zahlreiche Medikamente zur Verfügung, die sich in mehrere Gruppen einteilen lassen. Blutdrucksenker per Ferndiagnose sind insbesondere für solche Patienten geeignet, die schon länger einen zu hohen Blutdruck haben und deswegen mitunter schon seit vielen Monaten oder Jahren das gleiche Medikament einnehmen.

Diese Patienten möchten oftmals nicht jedes Mal ihren Arzt konsultieren, um sich ein Rezept abzuholen. Sie sollten Blutdrucksenker per Ferndiagnose allerdings nicht nutzen, wenn Sie zuvor noch nie mit einem Arzt über Ihre Beschwerden bzw. den zu hohen Blutdruck gesprochen haben. Die Konsultation eines Mediziners ist also stets wichtig, allerdings spricht anschließend nichts dagegen, wenn Sie in der Folge die von Ihnen benötigten und bereits bekannten Medikamente per Ferndiagnose in Anspruch nehmen.

 

Bildquelle: #132711775 – © VILevi – Fotolia.com

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.