Asthmaspray per Ferndiagnose: Welche Mittel gibt es?

Statistisch betrachtet sind leider immer mehr Bundesbürger von Asthma betroffen. Die Erkrankung kann unterschiedliche Ursachen haben, sodass beispielsweise zwischen einem allergischen Asthma und sonstigen Formen unterschieden wird. Zu den am häufigsten genutzten Medikamenten, die zur symptomatischen Behandlung des Asthmas in Anspruch genommen werden, gehört insbesondere das Asthmaspray.

Dieses Medikament ist unter anderem auch per Ferndiagnose erhältlich. Wir möchten Sie gerne im folgenden Beitrag darüber informieren, welche Formen des Asthma Sprays es gibt, wie die Medikamente korrekt angewendet werden sollten und was Sie zum Thema Asthmaspray per Ferndiagnose noch wissen müssen.

Anwendung des Asthmasprays nicht immer einfach

Für viele Betroffene ist es insbesondere in den Anfängen recht kompliziert, das Asthma Spray korrekt anzuwenden. Oftmals scheitern Patienten daran, dass es für die korrekte Anwendung notwendig ist, zur gleichen Zeit einzuatmen und kurz zu sprühen. Darüber hinaus besteht ein häufiger Fehler darin, nach dem Sprühen nicht – wie vorgeschrieben – kurz die Luft anzuhalten. Von diesem Problem sind sowohl Asthmasprays als Dosieraerosole als auch Pulverinhalatoren betroffen. Das Einatmen ist jedoch sehr wichtig, denn nur dadurch ist es möglich, die winzigen Teilchen in den Bronchien zu verteilen.

Zusammengefasst sind es häufig die folgenden Fehler, die dazu führen, dass Asthma Sprays nicht korrekt angewendet und daher auch nicht in vollem Umfang wirken können:

  • Nicht gleichzeitig sprühen und Luft anhalten
  • Nach dem Sprühstoß sofort ausatmen
  • Nach dem Sprühstoß nicht die Luft anhalten
  • Kopf nach unten senken oder waagerecht halten

Welche Varianten gibt es – Dosieraerosole und Pulverinhalatoren

Am Markt gibt es zahlreiche Medikamente gegen Asthma, insbesondere Asthmasprays. Diese lassen sich hauptsächlich in zwei Gruppen einteilen, nämlich zum einen in die Dosieraerosole und zum anderen in Pulverinhalatoren. Die Wirkungsweise hat zwar bei diesen zwei Varianten einige Gemeinsamkeiten, es gibt allerdings auch wenige Unterschiede, die Sie kennen sollten. Beim Dosieraerosol ist es zunächst einmal so, dass das Arzneimittel mit einem Sprühstoß verteilt wird. Ein Vorteil besteht gegenüber Pulverinhalatoren darin, dass sich der Stoff aus Dosieraerosolen relativ leicht einatmen lässt, weshalb gerade diese Variante der Asthmasprays sehr gut bei schwerem Asthma geeignet ist. Etwas nachteilig ist auf der anderen Seite, dass das Einatmen und das Auslösen der Sprühstöße möglichst optimal aufeinander abgestimmt sein müssen. Nur so ist es nämlich möglich, dass sich das enthaltene Medikament gleichmäßig verteilen kann.

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Der größte Unterschied zwischen Dosieraerosolen und Pulverinhalatoren besteht darin, dass der enthaltene Wirkstoff bei den Inhalatoren in Form eines Pulvers abgegeben wird. In diesem Fall findet die Inhalation durch einen kräftigen Atemzug statt. Daher ist es notwendig, bei der Nutzung der Pulverinhalatoren einen stärkeren Atemzug durchzuführen, wobei das Mundstück zudem von den Lippen fest umschlossen werden muss. Aus diesem Grund sind derartige Pulverinhalatoren nicht besonders gut bei schwerem Asthma oder auch für die Bekämpfung eines Asthmaanfalls geeignet.

Nachteilig ist zudem, dass die feinen Pulverteilchen zu einem Hustenreiz und somit auch zu Husten führen können. Der Vorteil der Pulverinhalatoren gegenüber den Dosieraerosolen besteht hingegen darin, dass keine Koordination des Einatmens mit der Auslösung des Medikamentes vorgenommen werden muss.

Wie werden Asthmasprays richtig angewendet?

Unabhängig davon, ob Sie sich für ein Asthma Spray per Ferndiagnose entscheiden oder ob Sie sich – zumindest beim ersten Rezept – die Anwendung von Ihrem Arzt erklären lassen: Die korrekte Anwendung eines Asthmasprays ist immer wichtig bzw. von sehr großer Bedeutung. Bei der Anwendung muss natürlich unterschieden werden, ob es sich um ein Asthmaspray als Aerosol oder Pulver handelt. Wir möchten Ihnen gerne im Folgenden eine kurze Anleitung zu beiden Varianten geben, damit Sie möglichst in vollem Umfang von der Wirkung des Asthma-Medikamentes profitieren können.

Anwendung eines Asthmasprays als Dosieraerosol

  • Dose kräftig schütteln (falls dies in der Packungsbeilage steht)
  • Aerosole aufrecht halten
  • tief ausatmen
  • Mundstück ansetzen und mit den Lippen umschließen
  • Kopf nach hinten neigen
  • tief einatmen und gleichzeitig Sprühknopf drücken
  • langsam einatmen und danach 5 bis 10 Sekunden Luft anhalten
  • Dosieraerosol aus dem Mund nehmen
  • langsam durch Nase ausatmen

Wie wird ein Pulverinhalator richtig angewendet?

In einigen Punkten unterscheidet sich die Anwendung des Asthmasprays als Aerosol und die eines Pulvers. Für die korrekte Anwendung eines Pulverinhalatoren möchten wir Ihnen natürlich ebenfalls im Folgenden eine kurze Anleitung geben:

  • tief ausatmen
  • Mundstück ansetzen und mit den Lippen umschließen
  • Kopf nach hinten neigen
  • schnell und tief einatmen
  • Mundstück absetzen
  • langsam durch die Nase ausatmen

Falls in dem Pulverinhalator auch Cortison enthalten ist, sollten Sie direkt nach der Anwendung Ihren Mund gründlich mit Wasser ausspülen. Zudem ist es empfehlenswert, eine Kleinigkeit zu essen. Dies dient insbesondere dazu, eine mögliche Infektion mit Pilzen im Mundraum zu verhindern. Generell gilt für sämtliche Asthmasprays, dass diese gut und regelmäßig gereinigt werden sollten.

Empfohlen wird in aller Regel ein Abstand zwischen vier und sechs Tagen. Beim Dosieraerosol haben Sie den Vorteil, dass das Mundstück abnehmbar ist, sodass Sie es gründlich mit Wasser durchspülen können. Achten Sie hingegen bei Pulverinhalatoren darauf, dass Sie das Mundstück in diesem Fall ausschließlich mit einem sauberen und trockenen Tuch reinigen dürfen.

Asthmaspray per Ferndiagnose erhalten

Unabhängig davon, ob Sie ein Asthmaspray als Pulverinhalator oder als Dosieraerosol benötigen: Heutzutage ist es problemlos möglich, dass Asthmaspray per Ferndiagnose zu halten. Wir empfehlen Ihnen allerdings, dass Sie auf jeden Fall eine korrekte Diagnose stellen lassen und sich bei der ersten Nutzung von Ihrem Arzt oder Apotheker genau zeigen lassen, wie das Präparat anzuwenden ist. Bei allen weiteren Folgerezepten müssen Sie dann nicht mehr zwingend den Arzt und Ihre Apotheke vor Ort aufsuchen, sondern können das legale System der Ferndiagnose nutzen.

Da es bei seriösen Anbietern mittlerweile eine große Auswahl an verschreibungspflichtigen Medikamenten gibt, können Sie dort auch Ihr benötigtes Asthmaspray erhalten. Bei der Ferndiagnose beantworten Sie einige Fragen zur Gesundheit und ein ganz normaler Arzt stellt dann das benötigte Rezept aus. Der Versand des Asthmasprays erfolgt dann von einer in der EU zugelassenen Apotheke, sodass es für Sie im Prinzip – bis auf den bequemeren Weg – keinen Unterschied hinsichtlich der Qualität zu einem Rezept Ihres Hausarztes und dem Abholen des Asthma Sprays in der Apotheke vor Ort gibt.

Verfügbare Asthmasprays:

 

 

Atemnot und kein Asthmaspray greifbar: was tun?

Nahezu alle Patienten, die unter Asthma leiden, haben Panik davor, einen Asthmaanfall zu bekommen und in dem Moment kein Asthmaspray zur Hand zu haben. Solche Asthmaattacken können aber natürlich auch Personen treffen, die bisher noch nichts mit Asthma zu tun hatten. Daher gibt es einige wichtige Hinweise, was Sie tun können, wenn Sie plötzlich unter Atemnot leiden und kein Asthma Spray zur Hand haben. Eine der wichtigsten Maßnahmen besteht tatsächlich darin, zunächst einmal Ruhe zu bewahren. Kommt nämlich aufgrund der Tatsache, dass Sie an Atemnot leiden und wissen, dass kein Asthma Spray vorhanden ist, zusätzlicher Stress auf, kann dies schnell zu einer Hyperventilation führen. Dadurch wird die Atemnot allerdings nur noch verschlimmert, sodass es teilweise sogar zur Ohnmacht kommen kann. Drohen Sie bereits zu hyperventilieren, sollten Sie eine Plastiktüte nehmen, diese über den Mund stülpen und langsam in die Tüte (möglichst luftdicht verschlossen) einatmen.

Eine weitere Maßnahm, die Sie ebenfalls bei einem Asthmaanfall durchführen können, besteht darin, die sogenannte Lippenbremse durchzuführen. In diesem Fall legen Sie Ihre Lippen einfach ohne zu pressen aufeinander. Dadurch ergibt sich zum Atmen eine deutlich verkleinerte Öffnung, durch die sie möglichst langsam und über einen längeren Zeitraum ausatmen sollten. Zudem kann auch eine atemerleichternde Haltung dazu beitragen, dass sich der Asthmaanfall schnell wieder beenden lässt. Zu diesem Zweck gehen Sie leicht in die Knie und nehmen quasi eine etwas gebückte Haltung ein, indem Sie Ihre Hände auf Ihre Oberschenkel abstützen. Sollte der Anfall zu stark werden und kein Asthmaspray vorhanden sein, sollten Sie auf keinen Fall zögern, den Notarzt rufen.

 

Bildquelle: #94698594 – © Edler von Rabenstein – Fotolia.com

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