Allergisches Asthma führt zu Verengung der Bronchien

Allergisches Asthma: Definition, Symptome und Behandlung

Asthma ist mittlerweile eine weitverbreitete Erkrankung, die oftmals gut zu behandeln ist, manchmal aber auch schwerwiegende gesundheitliche Probleme beinhaltet. Grundsätzlich gibt es mehrere Ursachen für Asthma, wobei das sogenannte allergische Asthma die häufigste Form dieser Atemwegserkrankung darstellt. Oftmals ist es in dem Fall so, dass die ersten Anzeichen sich schon im Jugend- oder sogar im Kindesalter zeigen. Zwar ist nach aktuellem Stand der Medizin noch keine Heilung des allergischen Asthmas möglich, aber zumindest lässt sich der Erkrankung in den meisten Fällen gut behandeln. Wir möchten Sie im Folgenden darüber informieren, wie allergisches Asthma definiert wird, was eigentlich bei einem Asthmaanfall passiert, welche Symptome auftreten können und wie die Behandlung erfolgt.

Definition: Worum handelt es sich bei allergischem Asthma?

Medizinisch korrekt ausgedrückt handelt es sich bei der Atemwegserkrankung um Asthma bronchiale. Dies ist bereits daran zu erkennen, dass es insbesondere die Bronchien sind, die auch beim allergischen Asthma betroffen sind. Vereinfacht dargestellt sind Asthma und somit auch das allergische Asthma dadurch gekennzeichnet, dass die kleinsten Luft leitenden Abschnitte der Bronchien besonders empfindlich sind, denn bereits dann besteht ein erhöhtes Risiko, an Asthma zu erkranken. Häufig spielt die Genetik eine größere Rolle bei der Entstehung der Erkrankung, sodass Asthma oftmals zumindest in seinen Ansätzen vererbt wird. Eine weitere Eigenschaft des Asthmas sind die gefürchteten Asthmaanfälle, die in aller Regel bei ihrem Auftreten einen speziellen Auslöser haben. Während es bei den nicht allergischen Asthmaformen so ist, dass beispielsweise Medikamente oder chemische Stoffe, die eingeatmet werden, als Auslöser fungieren, sind es beim allergischen Asthma insbesondere die folgenden Faktoren, die zu einem Asthmaanfall führen können:

  • Pflanzenpollen
  • Tierhaare
  • Hausstaubmilben

Es kommt beim allergischen Asthma also vor allem darauf an, gegen was die betroffene Person allergisch ist, wenn es darum geht, welche Ursache ein Asthmaanfall haben kann. Kennzeichnend für das allergische Asthma ist weiterhin, dass das Immunsystem überreagiert und die Reaktion der Bronchien, also im Prinzip der Asthmaanfall, sofort erfolgt.

Wie läuft ein allergischer Asthmaanfall im Detail ab?

Das allergische Asthma macht sich in erster Linie durch die manchmal sogar lebensbedrohlichen Asthmaanfälle bemerkbar. Voraussetzung für einen derartigen Anfall sind die allergieauslösenden Stoffe, mit denen der Betroffene in Berührung kommt. Diese Allergene führen zu zwei Folgereaktionen. Zunächst einmal findet ein Verkrampfen der Muskeln statt, die sich im Bereich der Bronchien befinden. Daraus resultiert eine Verengung der Atemwege, die in der Fachsprache auch als Obstruktion bezeichnet wird. Der zweite Teil des Ablaufs eines Asthmaanfalls ist die Überreaktion des Immunsystems, die aus dem Kontakt mit den Allergien resultiert. Dabei lagern sich die Antikörper insbesondere in den Mastzellen ab, die überproportional oft in den Schleimhäuten, zu denen natürlich auch die Bronchien gehören, zu finden sind. Kommen die Schleimhäute nun nach dem Erstkontakt wieder mit den Allergien in Berührung, wird Histamin in großen Mengen ausgeschüttet. Dies wiederum führt dazu, dass die Schleimhaut anschwillt und vermehrt Schleim produziert wird, der in Kombination mit der Muskel-Reaktion zu einer weiteren Verengung der Bronchien führt. Diese Verengung bewirkt dann in der Summe den Asthmaanfall.

Allergisches Asthma führt zu Verengung der Bronchien
© PIC4U / Fotolia

Welche Symptome treten bei allergischem Asthma auf?

Wenn es zu einem Asthmaanfall als Leitsymptom des allergischen Asthmas kommt, sind insbesondere die folgende Symptome zu beobachten:

  • Atemnot
  • Herzrasen
  • schwerer Hustenreiz
  • deutliche Atemgeräusche beim Ausatmen

Die Atemnot ist sicherlich das markanteste und zugleich gefährlichste Symptom bei einem Asthmaanfall. Immerhin kann es in besonders schweren Fällen sogar dazu kommen, dass der Betroffene erstickt. In einer solchen Situation ist es hilfreich, wenn Sie sich bei einem Asthmaanfall aufstützen, um die sogenannte Atemhilfsmuskulatur zu aktivieren. Beim Asthma bronchiale gibt es mehrere Schweregrade, die zum Teil auch unterschiedlich behandelt werden müssen. So kann beispielsweise ein leichter Anfall meistens schon dadurch kontrolliert werden, dass eine Presslippenatmung vorgenommen wird und ein spezielles Medikament zum Einsatz kommt. Insbesondere unter der Voraussetzung, dass die Asthmaanfälle häufiger auftreten, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden, denn dann ist ein spezieller Behandlungsplan notwendig. Gefährlich sind insbesondere schwerer Asthmaanfälle, die zum Beispiel daran zu erkennen sind, dass sich die Lippen des Betroffenen blau färben und der Brustkorb ungewöhnlich aufgebläht ist. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall, sodass umgehend der Notarzt gerufen werden sollte.

Wie wird allergisches Asthma behandelt?

Zwar ist Asthma mit seinen klassischen Asthmaanfällen eine sehr unangenehme Erkrankung, aber auf der anderen Seite kann Asthma bronchiale heutzutage sehr gut therapiert werden. Wenn es um die Behandlung geht, sollte zwischen einer vorbeugenden und einer notfallmedizinischen Behandlung unterschieden werden. Dabei hat die vorbeugende Therapie eine präventive Intention, denn sie soll bewirken, dass Asthmaanfälle erst gar nicht entstehen. Die Behandlung besteht in diesem Fall vor allem daraus, die Allergene zu meiden, die einen Anfall auslösen können. Sollten Sie also zum Beispiel unter einer Tierhaarallergie leiden, ist es von Vorteil, keine entsprechenden Haustiere zu halten und den Kontakt generell zu meiden bzw. zu minimieren. Aber auch spezielle Medikamente werden eingesetzt, um Asthmaanfälle zu vermeiden. Bei der Behandlung ist zu beachten, dass es sich beim Asthma bronchiale um eine sogenannte aufsteigende Erkrankung handelt. Dies bedeutet, dass die Symptome immer schlimmer werden können, wenn keine Behandlung erfolgt. Daher ist es äußerst wichtig, die Symptome früh zu erkennen und möglichst in einem frühen Stadium bereits mit der entsprechenden Behandlung zu beginnen.

Was beinhaltet eine Behandlung mit Medikamenten?

Wenn Sie an Asthma denken, bringen Sie dies sicherlich zum einen mit den gefürchteten Asthmaanfällen und zum anderen mit einem Spray in Verbindung, welches bei einem Anfall eingesetzt wird. Tatsächlich ist das Hauptziel der medikamentösen Behandlung, die Einlagerung der zuvor erwähnten Mastzellen in die Schleimhäute, insbesondere natürlich in die Bronchien, zu verhindern. Dies hat nämlich die Folge, dass weniger Histamin beim Kontakt mit den allergieauslösenden Stoffen ausgeschüttet wird, sodass die Schleimhäute weniger stark anschwellen.

Zwar verkrampft sich die Muskulatur weiterhin, aber durch das verringerte Anschwellen der Schleimhäute bleiben die Luft leitenden Wege in ausreichendem Umfang luftdurchlässig, sodass die Atemnot deutlich reduziert werden kann. In den meisten Fällen handelt es sich bei den eingesetzten Medikamenten um ein Spray bzw. Inhaler. Dieses wirkt im Zuge eines Asthmaanfalls in der Regel innerhalb von wenigen Sekunden, wobei bei besonders schweren Fällen auch eine intravenöse Verabreichung des Wirkstoffs möglich ist. Asthma-Medikamente gibt es sowohl zur Vorbeugung als auch in Form von Notfallmedikamenten, die während eines Anfalls eingesetzt werden müssen.

 

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