Reductil (Sibutramin) Original EU
Bei Reductil handelte es sich um ein Medikament, welches bei ernährungsbedingtem Übergewicht eingesetzt wurde. Der enthaltene Wirkstoff mit der Bezeichnung Sibutramin wirkt sich appetitmindernd aus und steigert zugleich auch noch die Körperwärme, wodurch der Energieverbrauch des Körpers gesteigert wird. Jedoch hat die EMA, die Europäische Arzneimittelzulassungsbehörde, empfohlen, die Marktzulassung von Reductil bzw. von allen Medikamenten mit diesem Wirkstoff auszusetzen. Diese Aussetzung betrifft also demnach sämtliche Medikamente, die den Wirkstoff beinhalten und zum Abnehmen eingesetzt wurden. Aufgrund der EMA-Empfehlung stoppte der Hersteller von Reductil den Verkauf.
Die Gründe für den Verkaufsstopp von Reductil
Der Grund für die Empfehlung der Europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde, die Medikamente mit Sibutramin als Hauptwirkstoff nicht mehr zuzulassen liegt darin, dass bei übergewichtigen Patienten durch die Einnahme von Reductil das Risiko steigt, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken. Dazu zählt insbesondere das Auftreten von Bluthochdruck. Zudem steigt durch die Einnahme von sibutraminhaltigen Arzneimitteln auch das Risiko von kardiovaskulären Ereignissen. Zu diesen unerwünschten Ereignissen zählen zum Beispiel der Herzinfarkt oder der Schlaganfall. Diese Risikofaktoren treten bei der Einnahme von Reductil auf, da dieses Medikament den Blutdruck und die Herzfrequenz erhöht.Xenical als Alternative von Reductil
Als Alternative für übergewichtige Patienten kann eine Behandlung mit Xenical erfolgen. Bei Xenical handelt es sich, wie bei Reductil auch, um einen Appetitzügler. Jedoch treten bei der Behandlung von Xenical nicht so viele Nebenwirkungen auf wie bei Reductil. Zudem unterscheidet sich Xenical deutlich von der Wirkungsweise. Das Medikament Reductil wirkt sich direkt auf das Nervensystem aus, damit der Körper schneller und länger das Signal erhält, dass das Sättigungsgefühl herbeigeführt worden ist.Xenical wirkt sich hingegen auf die Verdauung auf. Dieses Medikament beinhaltet den aktiven Wirkstoff Orlisat, welcher bewirkt, dass ein Großteil der aufgenommenen Nahrungsfette nicht verdaut werden kann. Durch die Einnahme von Xenical werden nur etwa 60 Prozent der verzehrten Nahrungsfette verdaut. Die nicht verdauten Nahrungsfette werden unverdaut vom Körper wieder ausgeschieden. Dadurch wird erreicht, dass der Körper weniger Fett einlagern kann. Somit ist bei der Behandlung mit Xenical schnell mit einer Gewichtsreduktion zu rechnen.
Aufgrund der verminderten Aufnahme von Nahrungsfetten muss bei der Behandlung mit Xenical jedoch auch der Verzehr von Nahrungsfetten reduziert werden. Ansonsten kann es während der Behandlung zu einem stark fett- und schleimhaltigen Stuhlgang kommen. Zudem kann durch Xenical die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen behindert werden. Dies betrifft zum Beispiel die Aufnahme von Vitamin E. Mit weiteren ernsthaften Nebenwirkungen ist während der Behandlung von Xenical jedoch nicht zu rechnen.





