Original EU Priligy | Wirkstoff: Dapoxetin HCI|
Hersteller: JANSSEN-CILAG GmbH
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Die Fachinformation zu Priligy können Sie hier lesen:
Priligy Fachinformation:
Wirkungsweise des Inhaltsstoffes:
Das wiederholte Auftreten eines vorzeitigen Samenergusses (Ejaculatio praecox) ist ein Problem, das bei Männern jeden Alters auftreten kann. Der bei betroffenen Männern in der Regel noch vor den ersten ein bis zwei Minuten auftretende Samenerguss kann langfristig für beide Partner eine emotionale Belastung darstellen.
Die Ursache eines verfrühten Orgasmus ist dabei oft in der Psyche des Patienten zu finden, jedoch kommen bei einigen Männern auch körperliche Aspekte zum Tragen, da der Zeitpunkt der Ejakulation durch das Hormon Serotonin beeinflusst wird.
Dapoxetin reguliert den Transport des Serotonins als Selektiver-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI). Es blockiert die Transportstoffe, die das Serotonin nach Signalübertragung zurück in die Speicherplätze befördern sollen. Das Serotonin kann dadurch länger am Wirkort bleiben und besser wirken.
Bisher wurden SSRI vorrangig zur Therapie bei depressiven Erkrankungen verwendet. Bei diesen Krankheitsbildern mussten die Antidepressiva jedoch über einen langen Zeitraum regelmäßig eingenommen werden, um ihre Wirkung zu erreichen. Dapoxetin muss hingegen nur ein bis drei Stunden vor dem Beischlaf eingenommen werden. Priligy enthält den Wirkstoff Dapoxetin und wird in Tablettenform eingenommen.
Anwendungsgebiete und Packungsgrößen:
Priligy wird zur Bekämpfung einer vorzeitigen Ejakulation (Ejaculatio praecox) bei Männern zwischen 18 und 64 Jahren eingenommen. Die Filmtabletten sind in den Packungsgrößen 30mg und 60mg erhältlich.
Warnhinweise:
- Die Einnahme von Priligy wurde nur an Männern getestet, die vom vorzeitigen Samenerguss betroffen sind. Für Männer ohne dieses Krankheitsbild wurden keine Tests durchgeführt, was eine Aussage zu Wirkung und Nebenwirkungen nicht zulässt.
- Bei paralleler Einnahme von Dapoxetin und Drogen (besonders von Ketamin, LSD, MDMA, Betäubungsmitteln und Benzodiazepinen) kann es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen. Priligy darf daher nicht zusammen mit Drogen eingenommen werden.
- Der Konsum von Alkohol bei gleichzeitiger Anwendung von Priligy kann das Risiko von Nebenwirkungen auf das Nervensystem, das Herz und den Kreislauf erhöhen.
- Nach der Einnahme von Dapoxetin können Kreislaufbeschwerden auftreten, die bis zum Kreislaufkollaps führen können. Bei der Anwendung von Priligy sollte daher auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit geachtet werden. Alkohol sollte wegen seiner dehydrierenden Wirkung gemieden werden. Des Weiteren ist bei gleichzeitiger Behandlung mit blutgefäßerweiterten Medikamenten (Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten, Nitrate und PDE5-Hemmer) Vorsicht geboten.
- Die Einnahme von Dapoxetin kann auch bei bestimmungsgemäßer Anwendung die Teilnahmefähigkeit am Straßenverkehr und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Dies gilt besonders bei gleichzeitigem oder zeitversetztem Konsum von Alkohol.
- In Kurzzeitstudien vermehrten Antidepressiva das Auftreten von suizidalen Gedanken bei Kindern und Jugendlichen. Bei der Einnahme von Priligy wurden bisher keine Hinweise auf eine Vermehrung solcher Gedanken gefunden.
- Selektive-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer können Einfluss auf die Blutgerinnung haben, es ist daher bei der gleichzeitigen Behandlung mit Plättchenaggregationshemmern (atypische Antipsychotika, Phenothiazine, Acetylsalicylsäure, NSAR) oder Antikoagulanzien (Warfarin) erhöhte Vorsicht geboten. An Blutungs- und Gerinnungsstörungen leidende Patienten sind dadurch besonders gefährdet.
- Nach einem längeren Einnahmezeitraum kann ein plötzliches Absetzen der Selektiven-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer zu Entzugserscheinungen führen. Diese äußern sich zum Beispiel durch Reizbarkeit, Schwindel, schlechte Laune, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Nervosität. Nach Absetzen von Priligy zeigten Probanden in den Studien keine oder nur leichte Entzugserscheinungen.
Priligy ist für folgende Patientengruppen ungeeignet:
- Männer unter 18 Jahren, sowie für Männer über 64 Jahren
- Patienten mit Krampfanfällen oder instabiler Epilepsie
- Menschen mit psychiatrischen Störungen (z.B. Schizophrenie, Depressionen, Manie oder bipolare Störung)
- Männer mit bestehenden Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz, Leitungsanomalien ohne Herzschrittmacher (AV-Block oder Sick-Sinus-Syndrom), Herzklappenerkrankungen oder ischämischer Herzerkrankung
- Menschen mit schweren Nierenfunktionsstörungen
- Menschen mit mäßiger oder schwerer Leberfunktionsstörung
- Männer mit Galaktose-Intoleranz, Laktase-Mangel oder Glucose-Galaktose-Malabsorption
- Patienten mit diagnostizierter Überempfindlichkeit gegen Dapoxetin oder einen anderen Inhaltsstoff von Priligy
Folgende Patienten sind für die Einnahme von Priligy nur bei besonderer Vorsicht geeignet:
- Männer mit leichter bis mäßiger Nierenfunktionsstörung
- Männer mit genetisch bedingter Verlangsamung der Metabolisierung von CYP2D6
Für Frauen ist Priligy nicht zugelassen.
Nebenwirkungen bei der Einnahme von Priligy:
Untenstehend finden Sie die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen bei der Einnahme von Priligy. Da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente reagiert, sind diese Nebenwirkungen keineswegs bei jedem Menschen nach Einnahme zu finden. Die Angaben der Häufigkeit beziehen sich auf die durchgeführten Tests mit Probanden.
Sehr häufig:
Sehr häufig wurden Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit festgestellt.
Häufig:
Häufig litten Probanden an Störungen des Magen-Darm-Traktes wie Durchfall und Erbrechen. Des Weiteren wurde häufig über Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Reizbarkeit, Angstzustände, Tinnitus, verschwommenes Sehen und errektile Dysfunktion geklagt. Häufig wurde bei den Probanden erhöhter Blutdruck und verstärktes Schwitzen festgestellt.
Wechselwirkungen von Priligy mit anderen Präparaten:
Kombinieren Sie die Behandlung mit Priligy nicht mit der Einnahme von stimmungsaufhellenden Substanzen wie MAO-Hemmern, anderen SSRI oder ähnlichen Präparaten. Diese Medikamente wirken sich ebenfalls auf den Serotoninspiegel aus und können den Behandlungseffekt unkontrollierbar verändern oder einschränken. Auch die Einnahme von pflanzlichen Präparaten zur Stimmungsaufhellung sollte unterbleiben, wenn diese den Serotoninspiegel beeinflussen können.
Der Wirkstoff Dapoxetin sollte ferner weder gleichzeitig, noch vor oder nach der Einnahme von Thioridazin dem Körper zugeführt werden.
Da die Kombination von Priligy und Medikamenten mit Wirkung auf das zentrale Nervensystem bislang nicht ausreichend untersucht wurde, wird von einer parallelen Einnahme ausdrücklich abgeraten.
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Dieser Text ist eine Vorstellung und Beschreibung des Präparats unter Berücksichtigung klinisch bedeutsamer Informationen. Die Beschreibung wurde auf Basis der vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlichten Fachinformation erstellt. Für die Vollständigkeit kann trotz gründlicher Recherche nicht garantiert werden.
Die in diesem Text gelieferten Informationen können eine fachliche Direktberatung durch einen Arzt oder Apotheker nicht ersetzen, da nur dann auf die Besonderheiten des Patienten genügend eingegangen werden kann.
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