Vorzeitige Ejakulation
Neben der Impotenz gibt es in diesem Bereich noch ein zweites, relativ weit verbreitetes Problem, welches bei Männern auftreten kann. Während es bei vorhandener Impotenz nicht zum Geschlechtsverkehr kommen kann, gibt es auch ein "Leiden", durch welches der Geschlechtsverkehr praktisch innerhalb von Sekunden nach Beginn schon wieder vorbei ist. Gemeint ist die vorzeitige Ejakulation, also der vorzeitige Samenerguss. Etwa ein Fünftel bis ein Viertel aller Männer leidet an diesem Problem.
Dabei ist mit "vorzeitig" nicht etwa gemeint, was vielleicht jeder Mann schon öfter erlebt hat, dass man nicht gleichzeitig mit der Partnerin zum Höhepunkt kommt, sondern man versteht darunter im Allgemeinen, dass der Samenerguss schon ein bis maximal zwei Minuten nach Beginn der Erektion stattfindet.
Die Ursachen der vorzeitigen Ejakulation sind noch nicht hundertprozentig erforscht, aber man geht mittlerweile von zwei Hauptursachen aus. Zum einen ist das eine körperliche Ursache, die in Form einer Beschädigung bestimmter Nervenfasern vorhanden ist. Auch die Störung der Serotonin Produktion ist eine artverwandte und inzwischen bekannte Ursache der vorzeitigen Ejakulation. Zum anderen kommen sehr häufig auch psychische/seelische Probleme als Ursache in Frage. Das können zum Beispiel ein zu hoher Leistungsdruck sein, Stress oder auch sexuelle Unerfahrenheit.
Während man die psychischen Ursachen nur selbst bzw. eventuell zusammen mit einem Therapeuten in den Griff bekommen kann, gibt es bei körperlichen Ursachen des vorzeitigen Samenergusses ein wirksames Medikament, nämlich Priligy.
Priligy wird dann erfolgreich zur Bekämpfung des vorzeitigen Samenergusses eingesetzt, wenn die Ursachen nicht psychisch, sondern physisch sind. In diesem Fall wirkt der in Priligy integrierte Wirkstoff Dapoxetin als ein Selektiver-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. Durch den Wirkstoff bleibt das Serotonin über einen längeren Zeitraum am Wirkungsort, was in der Folge dazu führt, dass es nicht mehr so schnell zur Ejakulation kommt.
Bevor Sie sich allerdings für die Einnahme von Priligy entscheiden, sollten Sie auf jeden Fall zunächst mit Ihrem Arzt sprechen. Denn es gibt einige Gegenanzeigen, wann das Medikament nicht angewendet werden sollte bzw. nicht angewendet werden darf. Zudem treten einige Nebenwirkungen vergleichsweise häufig auf, worüber Sie sich ebenfalls im Klaren sein sollten. Vom Grundsatz her ist Priligy ohnehin rezeptpflichtig, aber auch ein sehr wirksames Medikament.





